Für die soziale, antipolitisch und antinationale Selbstorganisation des Proletariats!

  • Neue Broschüre: Krieg und Frieden in der kapitalistischen Internationale

    Unsere neue Broschüre „Krieg und Frieden in der kapitalistischen Internationale“ (ca. 136 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    I. Die kapitalistische Internationale und das Weltproletariat
    1. Das globale Kapitalverhältnis
    2. Kapitalistische Globalisierung
    3. Das Weltproletariat
    4. Die internationale institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung
    5. Die Notwendigkeit einer globalen antipolitisch-sozialrevolutionären Strömung
    6. Die mögliche Weltrevolution

    II. Allgemeine Betrachtung über Krieg und Frieden
    1. Krieg und Frieden innerhalb des Weltkapitalismus
    2. Kooperation und Konkurrenz in der kapitalistischen Internationale
    3. Krisendynamik, Krieg und Klassenkampf

    III. Der Krieg in der Ukraine
    1. Vorgeschichte und BürgerInnenkrieg
    2. Der russische Angriffskrieg
    3. Der indirekte Krieg des westlichen Imperialismus gegen Russland
    4. Internationale Reaktionen und Folgen
    5. Die Mobilmachung der deutschen Nationaldemokratie
    6. Klassenkampf gegen den Krieg!
    7. Die Kriegs- und Friedenslinke des Kapitals

    Vorgeschichte und BürgerInnenkrieg

    Der erste Kalte Krieg endete mit dem nationalistischen Zerfall der Sowjetunion Ende 1991, aus dem Russland als größter Nachfolgestaat hervorging. Der Westen intervenierte gegen den Widerstand Russlands imperialistisch in Jugoslawien, er unterstütze alle innerjugoslawischen Nationalismen die gegen den serbischen Nationalismus, der unter jugoslawischer Maske agierte, gerichtet war. So wurde Jugoslawien nationalistisch-imperialistisch in sieben Nationalstaaten zerschlagen. Durch den imperialistischen Krieg von 1999 half die NATO der albanisch-nationalistischen UÇK die ehemalige serbische Provinz, die vorwiegend von „AlbanerInnen“ bewohnt war, abzuspalten. Ab 2008 ist der Kosovo ein „selbständiger“ Nationalstaat, dessen politische Unabhängigkeit von Serbien von EU und NATO unterstützt wurde. SozialrevolutionärInnen mussten währen der Jugoslawien-Kriege in den 1990er Jahren alle Nationalismen, Jugoslawien und den westlichen Imperialismus bekämpfen. (mehr …)

  • Klassenkampf gegen den Krieg!

    In der nächsten Zeit bringen wir die Broschüre „Krieg und Frieden in der kapitalistischen Internationale“ heraus. Darin nehmen wir auch Stellung zum Gemetzel in der Ukraine. Wir bekämpfen kompromisslos alle KriegstreiberInnen, den russischen und den westlichen Imperialismus sowie den ukrainischen Nationalismus. Diese Broschüre kann bei uns vorbestellt werden. Wir veröffentlichen vorab folgendes Kapitel aus dieser Schrift.

    Januarstreik in Berlin: Vom 28. Januar bis 1. Februar 1918 streikten 400 000 MetallarbeiterInnen gegen den Krieg

    In imperialistischen Kriegen ist es für SozialrevolutionärInnen eine absolute Pflicht, dass zu sagen, was notwendig ist, auch wenn es noch nicht zur materiellen Gewalt werden kann. Beim BürgerInnen- und imperialistischen Krieg in der Ukraine als auch bei der extremen Zuspitzung des Kalten Krieges zwischen Russland und der EU/NATO ist ein unbefristeter branchenübergreifender Massenstreik in allen am Konflikt beteiligten Ländern notwendig, gegen den Krieg, die Aufrüstung und die Wirtschaftssanktionen. Da ein solcher Klassenkampf gegen die imperialistischen Interessen der Nationalstaaten gerichtet ist, wird er selbstverständlich nicht von den in diese mehr oder weniger integrierten bürgerlich-bürokratischen Gewerkschaftsapparaten organisiert. Ein branchen- und länderübergreifender Massenstreik gegen den heißen Krieg in der Ukraine als Teil des Kalten Krieges zwischen dem westlichen und dem östlichen Imperialismus erfordert also ein sehr hohes Niveau der klassenkämpferischen Selbstorganisation des Proletariats und würde starke sozialrevolutionäre Potenzen haben. (mehr …)

  • Neue Broschüre: Aufstieg und Niedergang des US-amerikanischen Kapitalismus 2. Teil: Imperialismus, innere Konflikte und mögliche Todeskrisen

    Unsere neue Broschüre „Aufstieg und Niedergang des US-amerikanischen Kapitalismus 2. Teil: Imperialismus, innere Konflikte und mögliche Todeskrisen“ (ca. 140 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    I. Der US-Imperialismus im ersten Kalten Krieg
    1. Der erste Kalte Krieg
    2. Der Koreakrieg
    3. Der Vietnamkrieg
    4. Guatemala
    5. Die Kuba-Krise
    6. Chile
    7. Nikaragua
    8. Afghanistan (1978-1992)
    9. Der Sieg des westlichen Imperialismus im ersten Kalten Krieg

    II. Die USA als imperialistische Weltpolizistin
    1. Iran
    2. Jugoslawien
    3. Der US-Imperialismus und Al-Qaida
    4. Afghanistan (1992-2021)
    5. Irak
    6. Libyen
    7. Syrien
    8. Venezuela

    III. Die USA im zweiten Kalten Krieg gegen Russland und China
    1. Russland: Von der Transformationskrise zur Stabilisierung
    2. Die imperialistische Ost-Expansion von EU und NATO
    3. Stellvertreterkriege mit Russland: Georgien und Ukraine
    4. Der Kalte Krieg mit Russland: Aufrüstung, Säbelrasseln, Wirtschaftssanktionen
    und Propagandakriege
    5. Der sozialökonomische Aufstieg Chinas
    6. Propaganda- und Wirtschaftskrieg gegen China
    7. Gefährliches Säbelrasseln im Atomzeitalter

    IV. Proletarischer Klassenkampf, kleinbürgerlicher Reformismus/Radikalismus und
    politische Machtkämpfe
    1. Der proletarische Klassenkampf
    2. Die Integration des AFL-CIO in das US-amerikanische Nationalkapital
    3. Die Sozialdemokratie in den USA.
    4. Frauen- und LGBT-Bewegung in den USA
    5. Die BürgerInnenrechtsbewegung der AfroamerikanerInnen und UreinwohnerInnen
    6. Friedens- und Umweltbewegung in den USA
    7. Die rechte Fraktion des Kapitals
    8. Die mittig-linke Fraktion des Kapitals
    9. Die Notwendigkeit einer globalen antipolitisch-sozialrevolutionären Strömung

    V. Mögliche Todeskrisen des US-amerikanischen Kapitalismus
    1. Ökonomische Potenzen und Grenzen des Weltkapitalismus
    2. Die mögliche kapitalistische Ausrottung der Menschheit
    3. Der mögliche nationalistische Zerfall der USA
    4. Die mögliche antipolitisch-sozialrevolutionäre Zerschlagung der USA

    Die rechte Fraktion des Kapitals

    Weltweit verwirklichte und verwirklicht sich die politisch rechte Fraktion des Kapitals in den Staatsformen der absoluten Monarchie (Golfstaaten), der Demokratie, der Militärdiktatur und des Faschismus. Innerhalb der demokratischen Staatsform besteht der rechte Flügel der bürgerlichen Politik aus dem Rechtsliberalismus, den -konservativismus und dem Neofaschismus.
    Bei der extremsten Form rechter Politik, dem Faschismus, ist zu unterscheiden zwischen ihm als politideologischer Strömung einerseits und als Staatsform andererseits. Während der Rechtskonservativismus als eine politideologische Strömung der Nationaldemokratie fließend in den Neofaschismus übergeht, ist die parlamentarisch-demokratische Staatsform klar vom Faschismus als Herrschaftssystem in Italien (1922-1945) und Deutschland (1933-1945) zu unterscheiden. Faschismus und Nationalsozialismus waren in Italien und Deutschland kleinbürgerlich-reaktionäre Massenbewegungen, deren Terror gegen die politische Linke und gegen Juden (durch die deutschen Nazis) von den demokratischen Staatsapparaten vorwiegend toleriert wurde. Schließlich brachte die Staatsexekutive im Interesse der Bourgeoisie rechtsstattlich die FaschistInnen und Nazis an die politische Macht – in Italien der König und in Deutschland der Reichspräsident Hindenburg. Der Faschismus und der Nationalsozialismus als dessen deutscher Ausprägung waren – sowohl als kleinbürgerlich-reaktionäre Bewegung als auch als Staatsform – ein ultraextremer Ausdruck des Konkurrenzchauvinismus und seiner ideologisierten Praxis beziehungsweise praktizierten Ideologie aus Sozialdarwinismus, Militarismus, Imperialismus, Nationalismus, Rassismus und rassistisch-massenmörderischer Judenfeindschaft. Faschismus und Nationalsozialismus wurden als extremer Konkurrenzchauvinismus in der strukturellen Profitproduktionskrise des westeuropäischen und nordamerikanischen Kapitalismus groß und massenmörderisch potent. (mehr …)

  • Neue Broschüre: Aufstieg und Niedergang des US-amerikanischen Kapitalismus 1. Teil: Expansion und Krise

    Unsere neue Broschüre „Aufstieg und Niedergang des US-amerikanischen Kapitalismus 1. Teil: Expansion und Krise“ (ca. 135 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    I. Allgemeine Betrachtung über die Vermehrung der Nationalkapitale
    1. Die Vermehrung der Nationalkapitale
    2. Die Periode der beschleunigten Kapitalvermehrung
    3. Die strukturelle Profitproduktionskrise
    4. Kapitalvermehrung, Klassenkampf und institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung
    5. Die globale Interaktion der Nationalkapitale

    II. Die Entstehung der USA
    1. Die UreinwohnerInnen Nordamerikas
    2. Die europäische Kolonialisierung Nordamerikas
    3. Die Entstehung eines rassistisch „weiß“ geprägten nordamerikanischen Nationalismus
    4. Die Interaktion von SklavInnen und Seeleuten in Nordamerika
    5. Die kleinbürgerlich-proletarische Sozialbewegung gegen den britischen Kolonialismus
    6. Der sozialreaktionäre US-amerikanische Unabhängigkeitskrieg (1775-1883)

    III. Die Expansion des US-amerikanischen Nationalkapitals
    1. Der Industriekapitalismus im Norden der USA
    2. Die agrarkapitalistische Plantagensklaverei im Süden der USA
    3. Der sozialreaktionäre US-amerikanische BürgerInnenkrieg (1861-1865)
    4. Go West!
    5. Die Expansion des US-amerikanischen Industriekapitalismus
    6. Klassenkämpfe und die Entstehung der US-amerikanischen institutionalisierten ArbeiterInnenbewegung
    7. Die Entwicklung des US-amerikanischen Imperialismus in Lateinamerika bis 1914

    IV. Krise – Kriegskonjunktur – Krise – Kriegskonjunktur
    1. Die strukturelle Profitproduktionskrise ab 1913
    2. Kriegskonjunktur
    3. Der Kriegseintritt der USA
    4. Die „Roaring Twenties“ des US-Kapitalismus
    5. Die sozialökonomische Kooperation zwischen den USA und dem sowjetischen Staatskapitalismus
    6. Die Investition der US-Bourgeoisie in den europäischen Faschismus
    7. Der US-Imperialismus in Lateinamerika (1914-1945)
    8. Die Weltwirtschaftskrise
    9. Klassenkämpfe und New Deal
    10. Die USA im Zweiten Weltkrieg

    V. Vom Nachkriegsaufschwung in die strukturelle Profitproduktionskrise
    1. Der Nachkriegsaufschwung in den USA
    2. Die USA in der strukturellen Profitproduktionskrise
    3. Die Krise 2007-2009
    4. Die sozialökonomische Krise von 2020

    Go West!

    Zu der Expansion des US-amerikanischen Nationalkapitals gehört auch die Erschließung des „Wilden Westens“, der in unzähligen Westernheftchen, -romanen und -filmen idealisiert und verkitscht wurde. Geographisch umfasst der Westen der USA die westlich des Mississippi gelegenen Gebiete. Im engeren Sinne dauerte die Periode des „Wilden Westens“ von 1850 bis 1890. Sie war durch Kriege der USA gegen die Stämme der UreinwohnerInnen und durch die Besiedlung des Westens durch AngloamerikanerInnen beziehungsweise europäischen EmigrantInnen geprägt. Die Romantisierung der Erschließung des Westens der USA für die Kapitalvermehrung beruht auf der Ideologisierung der Marktsubjektivität zur „Freiheit“, des hemmungslosen Konkurrenzindividualismus und -chauvinismus zu „Männlichkeit“, „eiserne Entschlossenheit“ und „Draufgängertum“ sowie der Vertreibung/Internierung der und des Massakers an den UreinwohnerInnen als „Kampf tapferer Männer für die Zivilisation“. Nachdem die Kulturindustrie erst viele Millionen Dollar an dieser Ideologisierung dieses sozialreaktionären Prozesses verdient hatte, kamen dann nach und nach auch einige kritische Western beziehungsweise Antiwestern in die Kinos.

    (mehr …)
  • Neue Broschüre: 1921-2021: 100 Jahre parteifeindlicher Kommunismus

    Unsere neue Broschüre „1921-2021: 100 Jahre parteifeindlicher Kommunismus“ (ca. 136 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    I. Der Geburtsprozess des parteifeindlichen Kommunismus
    1. Die Kapitalvermehrung vor dem Ersten Weltkrieg
    2. Proletarischer Klassenkampf und institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung vor 1914
    3. Der Erste Weltkrieg
    4. Die Russische Revolution
    5. Die ungarische „Räterepublik“
    6. ISD, ASP und Spartakusbund
    7. Die Novemberrevolution
    8. Die Gründung von IKD und KPD
    9. Klassenkämpfe in Deutschland im Jahre 1919
    10. Innerparteiliche Konterrevolution in der „K“PD
    11. Kappputsch und Rote Ruhrarmee
    12. KAPD und AAUD
    13. Märzkämpfe 1921 und Gründung der AAUE

    II. Die Entwicklung des Rätekommunismus
    1. AAUE, KAUD und GIK
    2. Daad en Gedachte, Cajo Brendel, Paul Mattick und Willy Huhn
    3. Die Verkörperung einer Kulturrevolution
    4. Der Bruch mit der leninistischen Konterrevolution
    5. Analyse und Kritik der Russischen Revolution und des Staatskapitalismus
    6. Inkonsequenter Bruch mit dem Parteimarxismus und Anarchosyndikalismus
    7. Inkonsequente Kritik an Demokratie, Antifaschismus und nationaler „Befreiung“

    III. 1921-2021: 100 Jahre Dekadenz des Parteimarxismus als sozialrevolutionäre Theorie und Praxis
    1. Marxismus-Leninismus
    2. Trotzkismus
    3. Italienischer Linkskommunismus
    4. KAPD, Rote Kämpfer, MLLF, Communistenbond Spartacus und Neu Beginnen
    5. Rechtsmarxismus-Linkskeynesianismus

    IV. Der bewusst antipolitische Kommunismus
    1. Antipolitisch und antinational
    2. Konsequent gewerkschaftsfeindlich
    3. Nachmarxistisch und nachanarchistisch
    4. Überwindung des Rätefetischismus

    Der Bruch mit der leninistischen Konterrevolution

    Die sozialreaktionäre Machtübernahme der bolschewistischen BerufspolitikerInnen im Oktober 1917 – nach dem alten russischen Kalender – führte zum Staatskapitalismus (ab Sommer 1918) und der politischen Diktatur der „Kommunistischen“ Partei, die entweder die Organe der klassenkämpferischen Selbstorganisation des Proletariats zerschlug oder in das ultrabürokratische Regime integrierte (siehe Kapitel I.4). Ab 1918 war der weltweite Bruch der revolutionären ProletarierInnen und Intellektuellen mit dem bolschewistischen Regime und dessen Konterrevolution objektiv notwendig. Nun, es dauert immer ein wenig, bis sich objektive Notwendigkeiten subjektiv durchsetzen. Auch die radikalen antiparlamentarischen und gewerkschaftsfeindlichen MarxistInnen in Deutschland (KAPD/AAUD) hatten Illusionen in den „sowjetischen“ Partei-„Kommunismus“. Es war die parteifeindliche Strömung in KAPD und AAUD, die zuerst im Jahre 1920 mit dem Lenin/Trotzki-Regime brach. (mehr …)

  • Neue Broschüre: Politik und Antipolitik

    Unsere neue Broschüre „Politik und Antipolitik“ (ca. 138 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    Der politische Überbau der herrschenden Kapitalvermehrung
    I. Basiseinheiten der bürgerlichen Politik
    1. Was ist Politik?
    2. Die Entwicklung von Tausch- und Mehrwertproduktion in vorindustriel-
    kapitalistischen Gesellschaften als geschichtlicher Voraussetzung der bürgerlichen Politik
    3. Die kapitalistische Warenproduktion als sozialökonomische Basis der bürgerlichen Politik
    4. Die bürgerliche Familie als biosoziales Reproduktionsverhältni
    5. Der bürgerliche Staat als politischer Gewaltapparat der Kapitalvermehrung
    6. Politische Parteien als Basiseinheiten der bürgerlichen Politik
    7. Bürgerlicher Nationalismus und Internationalismus
    II. Kapitalistische Wirtschafts- und Familienpolitik
    1. Die allgemeinen Entwicklungstendenzen der Kapitalvermehrung bestimmen die bürgerliche Politik
    2. Merkantilismus
    3. Der Industriekapitalismus der relativ freien Konkurrenz
    4. Staatsinterventionismus
    5. Staatskapitalismus
    6. „Neoliberalismus“
    III. Politische Formen der kapitalistischen Herrschaft und des Konkurrenzkampfes
    1. Von Kaufleuten politisch beherrschte Städte und handelskapitalistische Stadtstaaten
    2. Der Absolutismus
    3. Demokratien
    4. Militärdiktaturen, Militärputsche/Staatsstreiche, BürgerInnen- und Guerillakriege
    5. Faschismus/Nationalsozialismus
    6. Islamismus
    7. Marxistisch-leninistische Parteidiktaturen
    IV. Kleinbürgerliche Protestpolitik
    1. Das Wesen kleinbürgerlicher Protestpolitik
    2. Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung
    3. Frauen- und LGBTQ-Bewegung, Antisexismus
    4. Antikolonialismus, BürgerInnenrechtsbewegung und Antirassismus
    5. StudentInnen- und Antiatomkraftbewegung, Maoismus und die Grünen
    6. Rechte Identitäts- und Straßenpolitik
    7. Linke Identitäts- und Straßenpolitik

    Sozialrevolutionäre Antipolitik

    1. Was ist sozialrevolutionäre Antipolitik?
    2. Politische und antipolitische Tendenzen des proletarischen Klassenkampfes
    3. Antipolitisch-sozialrevolutionäre Gruppen
    4. Die mögliche antipolitische Zerschlagung der Staaten
    5. Der Kommunismus als nachpolitische, klassen- und staatenlose Weltgemeinschaft

    Was ist Politik?

    Politik ist die staatsförmige gesamtgesellschaftliche Organisation von Klassengesellschaften. Die gesamtgesellschaftliche Organisation wird dabei von einer Gruppe von hauptamtlichen PolitikerInnen monopolisiert ausgeübt. Die PolitikerInnen kamen und kommen meistens aus der jeweils sozialökonomisch herrschenden Klasse. Manchmal wurden und werden auch Emporkömmlinge aus unteren Klassen PolitikerInnen. Klassen sind größere gesellschaftliche Menschengruppen, die sich dadurch voneinander unterscheiden, dass sie verschiedene Funktionen in einer bestimmten geschichtlichen Produktionsweise einnehmen. Es bildeten sich im Verlauf der geschichtlichen Entwicklung herrschende Klassen heraus, die von der Ausbeutung der produktiven Tätigkeit der beherrschten Klasse lebten. Klassengesellschaften sind also soziale Systeme, in denen eine Gruppe von Menschen eine andere ausbeutet. Um die Ausbeutung der beherrschten Klasse durch die herrschende abzusichern braucht es einen politischen Gewaltapparat, den Staat. Der Staat ist das politische Machtorgan der jeweils sozialökonomisch herrschenden Klassen auf einem bestimmten Territorium. Staaten werden von PolitikerInnen beherrscht. Sie bestehen aus bewaffneten Menschen (Polizei, Armee, Geheimdienste und Gefängnisaufseher) und zivilen Angestellten. Die Staatsfunktionen sind hierarchisch gegliedert.

    (mehr …)
  • Neue Broschüre: Kämpfe des vorindustriellen Proletariats

    Unsere neue Broschüre „Kämpfe des vorindustriellen Proletariats“ (ca. 129 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    Seeleute in der globalen Übergangsperiode zum Industriekapitalismus
    1. Die globale Übergangsperiode zum Industriekapitalismus
    2. Handelskapital, Gewalt und Schifffahrt
    3. Die harten Arbeits- und Lebensbedingungen der Seeleute
    4. Meutereien und Streiks
    5. Piraterie
    6. Seeleute als Teil des kla

    Manufaktur- und HeimarbeiterInnen in Preußen
    1. Der preußische Absolutismus
    2. Kleinbürgerliche Warenproduktion und Manufakturen in Preußen
    3. Arbeits- und Lebensbedingungen der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen
    4. Die Manufaktur- und HeimarbeiterInnen als Teil des klassenkämpferischen
    vorindustriellen Proletariat
    5. Der konspirative Alltagsklassenkampf der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen
    6. Der offene Klassenkampf des Manufakturproletariats und der HeimarbeiterInnen
    7. Die kleinbürgerlich-vorindustrieproletarische Sozialbewegung in Frankreich und Preußen

    Der konspirative Alltagsklassenkampf der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen

    Nachdem wir oben die Beteiligung der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen an gesamtproletarischen Kämpfen beziehungsweise an klassenübergreifenden Protestbewegungen beschrieben haben, wollen wir jetzt ihre die auf die eigenen Branchen beziehungsweise Einzelunternehmen beschränkten Auseinandersetzungen mit Kapital und Staat unter die Lupe nehmen.
    Bevor wir im Kapitel 6 dieses Textes den offenen Klassenkampf der Manufaktur- und HeimarbeiterInnen untersuchen werden, beschäftigen wir uns hier mit deren konspirativen Alltagsklassenkampf. Dieser war unsichtbar und illegal. Wenn er sichtbar wurde, hatte er Repression zur Folge.
    Eine Form des konspirativ-illegalen Alltagsklassenkampfes der HeimarbeiterInnen war die möglichst schnelle und daher weniger sorgfältige Produktion. Da ihr niedriger Verdienst nach der Anzahl der Produkte berechnet war, hatten die HeimarbeiterInnen oft keine andere Wahl als zu dieser Form des Klassenkampfes zu greifen. Die Kapitalisten beschwerten sich oft über die qualitativ schlechte Arbeit. So erklärten im Jahre 1787 mehrere Manufakturbesitzer aus Berlin, dass die in Nowawes „angesetzten Weber schlechte Leute wären, welchen keine gute Arbeit anvertraut werden könnte“. Die Berliner Kapitalisten verlangten, Nowawes wieder in ein Spinnerdorf zurück zu verwandeln. (Deutsches Zentralarchiv, Abteilung Merseburg, General-Direktorium, Fabriken-Departement CCLIX, Nr. 11, Vol. IV.)
    Weitere Formen des konspirativen Klassenkampfes waren Betrügereien und Materialunterschlagungen der HeimarbeiterInnen. In Nowawes wurde zum Beispiel um das Gewicht des Gespinstes zu erhöhen, nach dem die KolonistInnen bezahlt wurden, „mit Heringslake, Salzwasser oder anderen Unrath beschwert“ (Deutsches Zentralarchiv, Abteilung Merseburg, General-Direktorium, Fabriken-Departement CCLIX, Nr. 11, Vol. II.) Auch verkauften die HeimarbeiterInnen manchmal das zur Wollbearbeitung notwendige teure Baumöl und benutzten stattdessen weißen Tran, der allerdings die Wolle beschädigte. In Nowawes unterschlugen WeberInnen ganze Ketten und verwendeten diese für sich selbst. Wurden sie erwischt und von den preußischen Repressionsorganen verhört, betonten sie stets, dass sie aus sozialer Not heraus stehlen würden. Die HeimarbeiterInnen erklärten sich auch zum Ersatz bereit. SeidenarbeiterInnen klauten Seide, um diese zu verkaufen. Sie feuchteten das Seidengarn an oder gossen die Rolle mit Blei aus, um den Gewichtsverlust auszugleichen. (mehr …)

  • Neue Broschüre: SklavInnen und LohnarbeiterInnen

    Unsere neue Broschüre „SklavInnen und LohnarbeiterInnen“ (ca. 124 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    I. Die globale Übergangsperiode zum Industriekapitalismus
    1. Allgemeiner Überblick
    2. Die Entwicklung des Handels und der kapitalistischen Warenproduktion
    3. Die Herausbildung bürgerlicher Nationalstaaten

    II. Kapitalistischer SklavInnenhandel
    1. Der SklavInnenhandel in der griechisch-römischen Antike
    2. Arabisch-muslimischer SklavInnenhandel
    3. Innerafrikanischer SklavInnenhandel
    4. Europäischer/US-amerikanischer SklavInnenhandel

    III. Auf Sklaverei basierende kapitalistische Warenproduktion
    1. In der griechisch-römischen Antike
    2. In Amerika
    3. In West- und Ostafrika
    4. Die Rolle der Sklaverei in der globalen Übergangsperiode zum Industriekapitalismus

    IV. Flucht, Widerstand und Rebellion der SklavInnen in Amerika
    1. SklavInnenrebellionen auf hoher See
    2. Alltäglicher Widerstand der SklavInnen in Amerika
    3. Flucht und Aufstände der SklavInnen in der Karibik
    4. Flucht und Aufstände der SklavInnen in Brasilien
    5. Flucht und Aufstände der SklavInnen in Nordamerika
    6. „Weiße“ Schuldknechte und „schwarze“ SklavInnen auf Barbados
    7. Die Verschwörung in New York von 1741 – ein gemeinsamer Kampf
    zwischen „weißen“ Unterschichten und „schwarzen“ SklavInnen?
    8. „Weiße“ UnterstützerInnen der „schwarzen“ SklavInnen in den USA

    V. Kapitalistische Modernisierung: Von der Leibeigenschaft und Sklaverei zur
    vorwiegend doppelt freien Lohnarbeit
    1. Die doppelt freie Lohnarbeit
    2. Entwicklung der Lohnarbeit in Europa
    3. Aufhebung der Leibeigenschaft, Entwicklung der Lohnarbeit und des
    außerökonomischen Zwanges in Preußen/Deutschland
    4. Aufhebung der Leibeigenschaft und der Sklaverei in Lateinamerika und in der britischen Karibik
    5. Die industriekapitalistische Aufhebung der Sklaverei und die rassistische Extraausbeutung
    des „schwarzen“ Proletariats in den USA
    6. Die Transformation der Sklaverei zur Lohnarbeit in Ost- und Westafrika

    VI. Proletarischer Klassenkampf, institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung und Sklaverei
    1. Der proletarische Klassenkampf
    2. Die institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung
    3. Vorindustrielle Seeleute, HafenproletarierInnen und SklavInnen
    4. Frühe englische institutionalisierte ArbeiterInnenbewegung und Sklaverei
    5. Marx/Engels und die industriekapitalistische Aufhebung der Sklaverei in den USA

    Alltäglicher Widerstand der SklavInnen in Amerika

    Der alltägliche Widerstand der SklavInnen in Amerika umfasste die Arbeitsenthaltung, Sabotage an Werkzeugen und Maschinen, individuelle Gewalt gegen SklavInnenaufseher und -halter, den Diebstahl, die illegale Jagt sowie die Selbstverstümmelung und den Selbstmord. Das in diesem Klassenkampf der SklavInnen zum Ausdruck kommende Klassenbewusstsein war wahrscheinlich im überwiegenden Falle instinktiv. Dies schreiben wir nicht, um den Klassenkampf der SklavInnen abzuqualifizieren. Der Instinkt spielt in der Praxis der Menschen eine sehr große Rolle, auch für den Klassenkampf der SklavInnen und LohnarbeiterInnen. Er ist das Vorbewusste, der zweckmäßiges Handeln ermöglicht, auch ohne sich über die Bedeutung dessen voll bewusst zu sein. Der Klasseninstinkt der SklavInnen war die Bewusstseinsform die notwendig war, um den alltäglichen Kampf zu führen. Dieser Kampf wiederum war eine objektive und subjektive Notwendigkeit, die aus der Sklaverei selbst hervorging. Für die sozialrevolutionäre Aufhebung der Sklaverei durch die SklavInnen selbst wäre dagegen ein glasklares sozialrevolutionäres Bewusstsein und ein Klassenbündnis mit den LohnarbeiterInnen zur Überwindung des Kapitalismus notwendig gewesen. Das hat sich jedoch nicht heraus entwickelt. Die Sklaverei wurde durch die industriekapitalistische Modernisierung im 19. Jahrhundert in Amerika aufgehoben, während der proletarische Klassenkampf erst im 20. Jahrhundert stärkere sozialrevolutionäre Tendenzen zeigte (siehe Teile V und VI).

    (mehr …)
  • Neue Broschüre: Globale Klassenkämpfe (2019/2020)

    Unsere neue Broschüre „Globale Klassenkämpfe (2019/2020)“ (ca. 129 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    1. Das globale Dreiecksverhältnis Warenproduktion – Lohnarbeit – Politik
    2. Die Weltwirtschaftskrise
    3. Klassenauseinandersetzungen in der Metallindustrie
    4. Konflikte im Personen- und Güterverkehr (Logistik)
    5. Kämpfe im Gesundheitswesen und in der Pflege
    6. Klassenkonflikte in der Agrarproduktion und Lebensmittelbranche
    7. Auseinandersetzungen in der Textilproduktion
    8. Zusammenstöße in der Bildungs-, Kultur- und Ideologieproduktion
    9. Klassenkämpfe der persönlich Dienenden
    10. Auseinandersetzungen im Reinigungsgewerbe
    11. Konflikte im Finanzsektor
    12. Klassenzusammenstöße in Hotels, Cafés und Gaststädten
    13. Auseinandersetzungen im Baugewerbe
    14. Klassenkonflikte im Groß-, Einzel- und Onlinehandel
    15. Zusammenstöße im Rohstoff- und Energiesektor
    16. Kämpfe im öffentlichen Dienst
    17. Konflikte in „Behindertenwerkstätten“
    18. Branchenübergreifende Klassenkämpfe
    19. Soziale Protestbewegungen

    Konflikte in „Behindertenwerkstätten“

    Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen stellen in der BRD einen Bevölkerungsanteil von 10 Prozent dar. Sie werden auch auf dem Arbeitsmarkt ghettoisiert. Auf dem so genannten ersten Arbeitsmarkt werden durch eine immer stärkere Intensivierung körperliche Behinderungen und psychische Erkrankungen produziert. Aber Menschen mit körperlichen und geistigen Behinderungen werden durch ihn kaum integriert. Also werden viele von ihnen in „Werkstätten für behinderte Menschen“ (WfbM) beschäftigt. Der Fachausschuss der UNO, der über die Umsetzung der Behindertenrechtskonvention der Vereinten Nationen „wacht“, kritisierte das Werkstattsystem in Deutschland 2015 dafür, dass es weder einen Beitrag zur Qualifizierung der dort Arbeitenden leistet noch deren Übergang auf den allgemeinen Arbeitsmarkt fördert. Kapitalistische Unternehmen können sich durch die Auftragsvergabe an die WfbM von ihrer gesetzlichen Verpflichtung entziehen, Menschen mit Behinderungen zu „normalen“ Konditionen einzustellen und auszubeuten. Die WfbM schaffen legale Möglichkeiten für private Einzelkapitale, Produktionsschritte konkurrenzlos billig einzukaufen. Profiteure sind Autozulieferer, Möbelhäuser und Unternehmen, die Haushaltswaren herstellen. Der Staat pumpt in diese für das Privatkapital profitable Ausbeutung von Menschen mit Behinderungen in den WfbM jährlich rund sechs Milliarden Euro. (mehr …)

  • Neue Broschüre: Antinationale Schriften V

    Unsere neue Broschüre „Antinationale Schriften V“ (ca. 133 Seiten) von Soziale Befreiung ist da. Die Broschüre könnt Ihr hier für 5-€ (inkl. Porto) über Onlinemarktplatz für Bücher booklooker.de oder direkt bei uns auch als E-Book bestellen.

    Inhalt

    Einleitung

    Extreme RechtsnationalistInnen in heutigen Demokratien
    1. Demokratische Nationen
    2. Die Relativität von „extrem“ und „rechts“ im Nationalismus
    3. Demokratisch-faschistische Sozialreaktion
    4. Rechtsnationale Parteien in der BRD
    5. Rechte Regierungen
    6. Rechtsreaktionäre Straßenbewegungen
    7. Rechtsnationalistischer Terror
    8. Wie der linksbürgerliche Antifaschismus den Rechtsnationalismus stärkt
    9. Revolutionärer Kampf gegen die Nation

    Kritik des bürgerlichen Internationalismus
    1. Der Internationalismus der Nationen
    2. Der Imperialismus erkämpft das Menschenrecht
    3. Das Völkerrecht als zwischenstaatliche Benimmregeln
    4. Die Institutionalisierung des bürgerlichen Internationalismus: Die UNO
    5. Politisch korrekter Multikulti-Internationalismus
    6. „Proletarischer Internationalismus“ = bürgerlicher Linksnationalismus
    7. Antinational-sozialrevolutionärer Universalismus

    Der globale Konkurrenzkampf der Nationalismen (2018-2020)
    I. Ökonomische Konkurrenz und Wirtschaftskriege
    1. Freihandelskonkurrenz und Protektionismus
    2. Wirtschaftskriege
    3. Politisch motivierte Wirtschaftssanktionen
    II. Politisch-diplomatische Konflikte und Propagandakriege
    1. Imperialistische Einmischung in andere Nationen
    2. Poltisch-diplomatische Auseinandersetzungen und Propagandakriege rund um
    das Coronavirus
    III. Aufrüstung, Säbelrasseln und Krieg
    1. Wettrüsten und militärische Präsenz
    2. Gewaltsame Grenzkonflikte
    3. Aggressionen unterhalb der Schwelle eines offiziellen Krieges
    4. Das Gemetzel in Syrien
    5. Der Krieg in Libyen
    6. Die Gewalt in Jemen
    IV. Nationalstaatliche Konflikte im westlich-imperialistischen Bündnissystem
    1. Auseinandersetzungen zwischen den USA und der EU
    2. Konflikte innerhalb der NATO
    3. Streitigkeiten in der EU
    4. Der Austritt Großbritanniens aus der EU
    V. Nationalistische Auseinandersetzungen innerhalb von Staaten beziehungsweise
    besetzten Gebieten
    1. Türkischer Rechtsnationalismus und kurdischer Linksnationalismus
    2. Zionismus und palästinensischer Nationalismus
    3. Nationalistischer Zank in Großbritannien

     

    Die Relativität von „extrem“ und „rechts“ im Nationalismus

    RechtsnationalistInnen vertreten das „extrem“, was die politische Mitte in „gemäßigt“-patriotischer Form zelebriert und viele „radikale Linke“ ausgliedern und auf bestimmte Staaten des Auslandes projizieren: Die Hingabe zur Nation. Die politische Mitte und die Linke bekämpfen die „extreme Rechte“ von nationaldemokratischen Positionen aus. Ökoliberale vertreten in Deutschland keinen „arisch-weißen“ Blut-und-Boden-Nationalismus, sondern einen demokratisch-antifaschistischen Verfassungspatriotismus. Mit „Nie wieder Auschwitz!“ auf den Lippen führte der erste grüne Außenminister der BRD, Joschka Fischer, 1999 die deutsche Nation in ihren ersten „richtigen“ Krieg nach 1945. Es ging gegen Serbien und um das nationale Selbstbestimmungsrecht des Kosovo auf einen eigenen Mafia-Staat. Das Führen dieses Krieges galt übrigens nicht als „extrem“. Und schon gar nicht war es „rechts“. Sondern das war die Wahrnehmung politischer Verantwortung für die Menschenrechte. Der Kriegsgegner wurde nicht rassistisch beleidigt, so etwas machen nur RechtsextremistInnen. Es wurde lediglich festgestellt, dass die regierenden Charaktermasken Serbiens irgendwie den deutschen Nazis von einst ähnelten. Der serbische Kriegsgegner war extrem nationalistisch! Aber die Grünen sind das doch nicht. Die wollen eine offene Welt – und treten offensiv für die Interessen der multikulturellen und sexualtoleranten deutschen Nation ein. Kriege führen für die Nation und kapitalistische Interessen, das haben ökoliberale VerfassungspatriotInnen – für das deutsche Grundgesetz, gegen Menschenrechtsverletzungen im Ausland! – nicht schlechter drauf als „extreme RechtsnationalistInnen“. Die Grünen sind da sogar einige Schritte voraus. Immerhin haben sie schon Kriege in staatlicher Verantwortung mitorganisiert, die AfD bisher noch nicht.
    (mehr …)

Erstelle eine Website wie diese mit WordPress.com
Jetzt starten